technische Kontrolle

 

TÜV Süd

allgemeine Infos zum sicheren Umgang mit dem

Motorrad und dem TÜV

Hauptuntersuchung Die Checkliste für Ihr Motorrad
1. Allgemeines
■ Haben Sie Ihren Fahrzeugschein bzw. Zulassungsbescheinigung Teil I und gegebenenfalls weitere Unterlagen griffbereit, wie zum        Beispiel eine Reifenfreigabe oder eine Allgemeine Betriebserlaubnis?
■ Ist das Fabrikschild (Typschild) vorhanden und gut lesbar? ■ Stimmt die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (Fahrgestellnummer) am      Fahrzeug mit der in den Papieren überein und ist diese gut lesbar?
■ Sind die Rückspiegel intakt und sicher befestigt?
■ Funktionieren Lenkradschloss und Tachometer?
■ Ist das Kennzeichen gut lesbar, unbeschädigt und sicher befestigt?
2. Beleuchtung und elektrische Ausrüstung
■ Sind die Leuchtengehäuse und Rückstrahler unbeschädigt?
■ Funktionieren sämtliche Leuchten und Kontroll-Leuchten?
■ Sind die Reflektoren der Scheinwerfer in Ordnung und nicht oxidiert?
■ Leuchten alle Lampen hell und gleichmäßig stark ohne zu flackern?
■ Sind die Bremslichtschalter richtig eingestellt?
■ Ist die Batterie in einem guten Zustand und ausreichend befestigt?
■ Funktioniert die Hupe?
■ Sind die elektrischen Anschlüsse fest und nicht oxidiert?
■ Sind die elektrischen Leitungen scheuerfrei verlegt und unbeschädigt?
■ Sind die in den Fahrzeugdokumenten vorgeschriebenen Zündkerzen und Zündkerzenstecker montiert?
3. Lenkung
■ Ist die Lenkung frei, leichtgängig und ohne Rastpunkte?
■ Ist der Lenker sicher befestigt und unbeschädigt?
■ Sind die Lenkergriffe fest?
4. Bremsen
■ Sind die Bauteile der Bremsanlage (Hebel, Leitungen, Schläuche, Gestänge, Beläge, Scheiben und Trommeln) in Ordnung?
■ Ist die Bremsflüssigkeit unverbraucht und stimmt der Bremsflüssigkeitsstand?
■ Ist die Bremsanlage dicht und entlüftet?
■ Sind die Bremsen freigängig?
■ Gibt es bei Hebel- und Pedalweg noch eine Wegreserve?
5. Räder und Reifen
■ Stimmt die Profiltiefe der Reifen (vorgeschriebene Mindestprofiltiefe 1,6 mm – bei Leichtkrafträdern 1,0 mm)?
■ Stimmen die Reifengröße und Reifenbezeichnung mit denen in den Fahrzeugpapieren überein – bzw. ist die Reifenpaarung                    freigegeben und haben Sie einen Nachweis darüber?
■ Stimmt die vorgegebene Laufrichtung der Reifen?
■ Haben die Reifen keine Schäden, wie beispielsweise Beulen, Schnitte oder Risse?
■ Sind die Felgen unbeschädigt und die Speichen fest?
■ Sind die Radachsen befestigt und gesichert?
6. Antrieb, Fahrwerk, Rahmen und Anbauteile
■ Sind alle Schrauben fest und wenn vorgesehen gesichert?
■ Sind Kette, Ritzel und Kettenrad in einem guten Zustand?

■ Ist die Kette richtig gespannt und ausreichend geschmiert? ■ Stimmt die Laufrichtung der Kette bei Verwendung eines                           Kettenschlosses?

■ Ist der Kettenschutz vorhanden?

■ Sind die Federbeine und die Gabelrohre dicht?
■ Ist die Fahrstellung des Seiten- und des Hauptständers gesichert?

■ Ist der Tank richtig befestigt und unbeschädigt?

■ Sind die Kraftstoffschläuche dicht und scheuerfrei verlegt? ■ Sind Motor und Getriebe dicht?

■ Sind Verkleidung und Verkleidungsscheibe unbeschädigt und mit einem Kantenschutz versehen?

■ Ist die Sitzbank richtig befestigt?

■ Sind die Fußrasten in Ordnung?

■ Sind Züge, Gelenke, Gestänge, Schlösser und Lager geschmiert?

7. Abgas- und Geräuschverhalten

■ Ist der Auspuff dicht und richtig befestigt?

■ Ist das Motorrad merklich zu laut? Unser Tipp: Sparen Sie wertvolle Zeit. Melden Sie sich gleich online zu Ihrer nächsten                           Hauptuntersuchung an: www.tuev-sued.de

Neue Vorschriften für Neueinlösung im 2017

Vom 1. Januar 2017 an dürfen in Europa keine Zweiräder mehr zugelassen werden, die nicht der neuen Typgenehmigung nach EU-Vorschrift 168/2013 entsprechen.

Die EU-Verordnung über die Genehmigung und Marktüberwachung von zwei- oder dreirädrigen und vierrädrigen Fahrzeugen schreibt unter anderem strengere Abgasgrenzwerte vor:

Ab Januar müssen alle neu zuzulassenden Motorräder die Abgasnorm Euro 4 erfüllen.

Gleichzeitig gelten härtere Bedingungen für die Geräuschemission.

Außerdem müssen alle Zweiräder mit einem Motorhubraum über 125 Kubikzentimeter ein ABS besitzen

 

HU-Plaketten für 2016

Wer nach dem 1. Januar 2016 noch eine gelbe HU-Plakette am Kennzeichen hat, hat die Hauptuntersuchung verpasst. Gültig sind im neuen Jahr nur noch Braun, Rosa und Grün. © dpa / Andrea Warnecke

 Wenn die HU-Plakette die falsche Farbe hat, kann es im neuen Jahr Ärger geben. Aber das ist noch nicht alles, was Autofahrer beachten sollten - wichtige Änderungen für 2016 im Überblick:

HU-Plakette ändert Farbe: Wer nach dem 1. Januar noch eine gelbe HU-Plakette auf dem Kennzeichen hat, hat den Termin zur Hauptuntersuchung verpasst. Ab Januar dürfen nur noch Braun, Rosa und Grün unterwegs sein, erklärt die Dekra. Eine braune Plakette zeigt an, dass die HU 2016 fällig ist, bei Rosa ist es 2017 soweit, und Grün steht für 2018.

In welchem Monat die Fahrzeugprüfung ansteht, erkennt man daran, welche Zahl auf der Plakette oben steht. Wer die Fristen überzieht, muss bei Polizeikontrollen mit einem Bußgeld rechnen. Bei mehr als zwei Monaten Verzug steht eine vertiefte HU mit weiteren Kosten an.

 

Euro 4

für Motorräder: Auch Motorräder sollen sauberer werden. Deshalb müssen alle neuen Zweiräder, die ab dem 1. Januar eine Typgenehmigung erhalten, die Abgasvorschriften der Norm Euro 4 erfüllen. Darauf weist der ADAC hin. Nach Ansicht des Verkehrsclubs stellen die neuen Vorschriften für viele Hersteller eine Herausforderung dar.

Ab Januar 2016 müssen alle neuen Motorräder außerdem über ABS oder ein sogenanntes Kombi-Bremssystem verfügen. Diese Vorschrift betrifft Motorräder mit einem Hubraum über 50 Kubikzentimetern oder einer Höchstgeschwindigkeit über 45 km/h. Alte Motorräder müssen nicht nachgerüstet werden.

 

 

 

© dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH

 

Tagfahrlicht an Motorräder

Tagfahrlicht beim Motorrad erlaubt?
Mit der ausstehenden Änderung der StVO (Straßenverkehrsordnung)
können Krafträder der Kategorie L 3 (Krafträder, falls sie einen Verbrennungsmotor haben,
mit mehr als 50 ccm Hubraum oder die unabhängig vom Antrieb schneller als 45 km/h fahren)
mit Tagfahrleuchten ausgerüstet werden.
Diese können tagsüber alternativ zum Abblendlicht genutzt werden.
Während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst erfordern, ist allerdings Abblendlicht einzuschalten.
Die Änderung der StVO wird voraussichtlich zum 1. April 2013 in Kraft treten.
(ADAC News)

TÜV SÜD: Was sich 2013 ändert

28.12.2012